Ich
kann mir gar nichts darunter vorstellen ?
Es ist ganz einfach: Wenn wir uns ein Bein brechen, lassen wir es operieren.
Nach der Verheilung
verschreibt uns der Arzt in die Reha-Klinik oder wir bekommen
Krankengymnastik. Mittlerweile haben wir uns eine Schonhaltung, um den
anfänglichen Schmerz aus dem Wege zu gehen, angewöhnt. Zusätzlich plagen uns
Rücken- und Nackenschmerzen von dem schiefen gehen. Wir verspannen uns,
haben Schmerzen und sind schlecht drauf. Bei Hunden ist es genau gleich. Nur
können sie nichts sagen, wir müssen es erkennen und sofort handeln, damit es
unserem Hund wieder besser geht.
Was erreicht man bei der
Physiotherapie ?
In erster Linie soll der Hund ohne Schmerzen laufen und wir wollen Ihm seine
beste Lebensqualität wieder geben. Weitere Erklärung finden Sie unter
Therapieangebote.
Einem Hund kann man doch nicht
sagen: "Stell Dich gerade hin" !?
Nein, dafür habe ich speziell
eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin absolviert um gezielte Griffe
und Bewegungsabläufe bei dem Hund einzusetzen. Man muss dem Hund durch Tips
u. Tricks beibringen z.B. seine Pfote wieder auf zusetzten.
Wie sieht so eine
Behandlung aus ?
Beim ersten Besuch (ca. 1 Std.)
wird aufbauend auf die Diagnose Ihres Tierarztes ein physiotherapeutischer
Befund erstellt. Für das angestrebte Behandlungsziel bekommt Ihr Hund ein individuellen
Therapieplan. Die Therapie benötigt erfahrungsgemäß ca. 5-10 Einheiten (je 45 min.).
Jeder
kennt es bei seinem Hund, die Nass-kalten Tage machen Ihn zu schaffen.
Schweres Hochkommen nach längerem liegen, dann nach ein paar humpeligen
Schritten hat er sich dann eingelaufen und anschl. wird sich erstmal
ausgiebig gereckt. "Oh er humpelt aber heute stark": meistens erkennbar
an dem Kopfnicken beim Laufen, wenn der Schmerz aus den Vorderläufen
(z.B. bei ED) hervorgerufen wird. An den Hinterläufen bemerkt man eine
Art Tippelgang, die Läufe werden nicht ganz nach hinten geführt (z.B.
bei HD), es sieht sehr steif aus. Im Galopp werden die beide Hinterläufe
auf einmal genommen wie bei einem Hasen. Wenn der Hund Rückenprobleme
(z.B. Spondylose) hat, weißt er oft einen hochgezogenen Rücken auf,
läuft überwiegend in einer Gangart. Oft wird auch im Pass gelaufen, wenn
auf einer Seite Vorder- und Hinterlauf zur gleichen Zeit nach vorne
gesetzt wird, entsteht abwechselnd mit der anderen Seite eine Art
Wackelgang. Es macht den Anschein, das dadurch der Brustkorb nach
links und rechts geschleudert wird. Das sind nur einige Punkte, an denen
man einen unsauberen Gang mit begleitender Erkrankung am Skelett
erkennt. Gepaart mit sämtlichen Verspannungen um den Schmerz
auszuweichen, eine Schonhaltung schleicht sich ein.
Alle Hunde die nach einer
Operation (oder durch neurophysiologischen Erkrankungen) das Laufen wieder
erlernen müssen, werden von der Praxis "ReVital - Hundephysiotherapie" (oder
von den Tierärzten) zur "Gangschulung" in die Hundeschule überwiesen.