Ich versuche zu jedem Mensch-Hunde Gespann die richtige Ausbildungsmethode heraus zu finden, denn jeder Mensch und Hund ist ein Individium für sich. Der eine Mensch ist ungeduldig, herrisch, unsicher und ein anderer genau das Gegenteil oder eine Mischung. Das überträgt sich meistens auch auf dem Hund. Bei den Hunden ist es ähnlich: Schon nach den ersten Wochen im Geschwisterrudel sind die Weichen für Ihren Charakter schon gestellt. Zurückhaltend, eingeschüchtert, eingeordnet oder dominant und draufgängerisch. Hm...da ist es schon schwierig eine einheitliche Erziehungsmethode, die auf alle Mensch-Hund Gespanne passen, zu treffen.

Deshalb gucke ich mir erstmal eine Weile das Team an und entscheide mich dann für eine geänderte passende Ausbildung.

Grundsätzliches: Meine Ausbildung läuft ohne jegliche Form von Gewalt ab, d. h. keinen Leinenruck, kein hinschmeißen des Hundes bei Platzübungen oder hinten runterdrücken bei Sitzübungen. Kein anschreien des Hundes. Von anderen Schmerz zuweisenden Mitteln ganz zu schweigen. Es geht auch alles anders ! Bei mir darf der Hund jedes Halsband oder Brustgeschirr tragen (Kein Würger o. Stachelhalsband), wir lernen mit der "unsichtbaren Leine". Positives Verhalten wird bestärkt durch Futtermotivation oder Spielfrequenzen und negatives Verhalten wird einfach ignoriert.

Was das Kasernenhof-Gebrüll anbelangt: Ich war schon immer daran interessiert mit Menschen richtig umgehen zu können, daher habe ich in meiner Berufslaufbahn den Ausbilder-Eignungsschein (4. Teil der Meisterprüfung) mit Diplom absolviert. Es ist wichtig den Besitzer etwas bei zubringen, damit er es an seinem Hund richtig umsetzen kann. Ich sorge auch dafür, das es in meinen Gruppen absolut harmonisch und friedlich abläuft. Ich vermeide "Vereinsgeläster" oder andere Unstimmigkeiten.